Der Hof aus der Luft, umgeben von Wald
Vegan.Bullerbyn
Lebenshof Vegan.Bullerbyn — Rehau

Ein Ort der Begegnung und der Heilung

Zusammen mit vielen Tieren leben wir gemeinsam auf unserem Hof.

Was ein Lebenshof ist

Kein Haustier, kein Nutztier

Wir bieten Tieren ein Zuhause. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um ein sogenanntes „Haustier“ oder „Nutztier“ handelt.

Diese Begrifflichkeiten lehnen wir grundsätzlich ab.

Mit einer Pat*innenschaft oder Mitgliedschaft kann man diese Arbeit unterstützen.

Ein Schwein im hohen Gras
Wer hier lebt

Ein paar von allen, die hier leben

Die Schweineherde auf der Weide
Schweine
Hühner beim Sandbad
Hühner
Zwei Kaninchen beim Fressen
Kaninchen
Pony beim Hufschmied
Ponys
Rinder auf der Weide am Waldrand
Rinder
Schweine und ihre Bedürfnisse

Wühlen, suhlen, Stroh und Platz

Ferkel bei einem Kind im Abendlicht
Ein Ferkel schläft im Bett
Ferkel und Wollschwein im Hof
Ein Schwein in der Suhle
Suhlen
Zwei Schweine schlafen im Stroh
Stroh
Die Herde auf der großen Weide
Platz
Hufschmied bei den Ponys
Was dazugehört

Verantwortung auf Jahrzehnte

Tierarzt, Hufschmied, Medikamente — laufend, nicht im Ausnahmefall.
Futter, Stroh, Unterkünfte, Zäune, Winterversorgung.
Jede Art hat andere Bedürfnisse — und keines davon endet nach einer Saison.

Herzchen

Ein Putenküken auf dem Küchentisch
Bei der Ankunft
Die ausgewachsene Pute wird gestreichelt
Wenn sie leben darf
Die Lehmlab-Hütte mit Ziegenrelief
Vegan.Bullerbyn
Teil 2 — Umweltbildung

Permakultur trifft Bio­konstruktion

Angefangen hat alles mit einem ziemlich banalen Problem.

Das Problem

Der Boden hier ist schwerer Lehm

Nass klebt er, trocken wird er hart wie Stein. Für Gemüseanbau nicht gerade der einfachste Boden.

Für Market Gardening hieß das: kein einfacher Start. Erst kam eine Spende Humuserde, dann konnten die ersten Beete entstehen.

Luftbild der Fläche vor dem Anbau — nur nackter Lehm
Die Fläche vorher — nackter Lehm
Der erste Schritt

Der Anfang war geschenkte Erde

Auf der gespendeten Humuserde entstanden die ersten Beete. Seitdem wächst der eigene Boden Schritt für Schritt nach. Die Beetplanung läuft über ein selbst gebautes Tool, die Bewässerung automatisch darüber.

Dieselbe Fläche als angelegter Garten, von oben
Kürbispflanze zwischen den Beeten im Abendlicht
Dieselbe Fläche heute
Zwei Personen arbeiten an den Tomaten im Folientunnel
Im Folientunnel
Wonach wir anbauen

Biozyklisch-veganer Anbau

Ein Öko-Standard für Landwirtschaft auf rein pflanzlicher Grundlage — ohne Tierhaltung und ohne Dünger tierischen Ursprungs.

Kreisläufe schließen

Mit rein pflanzlicher Düngung: Leguminosen, Gründüngung, Transfermulch.

Humus aufbauen

Statt Erde zuzukaufen — das war ja genau unser Startpunkt.

Vielfalt fördern

Mit Mischkulturen und Blühstreifen, über und im Boden.

Mehr Infos: biozyklisch-vegan.org
Der nächste Schritt

Erde selber machen: Paca Kompostmethode

Grünschnitt, Erntereste, Küchenreste — statt Abfall wird daraus mit der Paca Digestora Silva wieder Erde.

Anleitung und Details: veganbullerbyn.de/Paca

01
Holzrahmen aufstellen, Boden mit Ästen und Stroh auslegen.
02
Grünes und Braunes abwechselnd schichten — Erntereste, Küchenreste, Schnittgut.
03
Fest verdichten, mit den Füßen — „Paca“ heißt Ballen, daher der Name.
04
Liegen lassen. Nach ein paar Monaten ist daraus wieder Erde geworden.
Die Frage dahinter

Was ist hier eigentlich schon da? Und was lässt sich damit machen?

Auf einem Hof entsteht ständig Material. Pflanzen wachsen, Pflanzen werden geschnitten, es gibt Erntereste, es gibt Aushub, es liegt etwas herum.

Manchmal muss man nur die Perspektive ändern, um darin eine Ressource zu sehen. Beim Kompost und Lehm ist genau das passiert.

Im Bau befindliche Lehmhütte in Kolumbien, mit Ziegeldach und Lehmwänden
Gelernt in Kolumbien

Bauen mit Erde

Biokonstruktion — Bauen mit Erde im Zusammenhang mit Permakultur. Dort wird deutlich, wie interessant Lehm als Baumaterial ist.

Liegt schon im Boden

Er liegt einfach im Boden. Man muss ihn nicht herstellen, nicht brennen, nicht weit transportieren.

Gut zu bewohnen

Lehmwände atmen und speichern Wärme. Eine der ältesten Bautechniken der Menschheit.

Kein Abfall danach

Wird ein Gebäude nicht mehr gebraucht, kann das Material wieder zu Erde werden.

Schwein im ausgehobenen Lehm des Schweinetunnels
Zurück auf dem Hof

Was hier nicht wächst, kann tragen

Letztes Jahr wurde für die Schweine ein Tunnel gegraben. Dabei kam er zum Vorschein — überall. Dasselbe Material, mit dem in Kolumbien gebaut wurde, lag die ganze Zeit hier. Für die Beete bleibt er schwierig, daran ändert sich nichts. Aber er kann noch etwas anderes.

Im Beet

ein Hindernis, das wir mit Kompost langsam überschreiben.

In der Wand

ein Baustoff, der sofort brauchbar ist. Ohne Zukauf, ohne Transport.

Gebaut aus dem, was da war

Lehm aus dem Tunnelaushub, Stroh, ein altes Wagenrad, leere Flaschen, Schilf vom Teichrand. Kein fertiges Bauset — sondern die Frage, was aus dem Vorhandenen entstehen kann.

Und dann die Idee

Daraus lässt sich auch ein Bildungsangebot machen. Lehm kann man in die Hand nehmen, mischen, eine Wand bauen — und direkt sehen, was funktioniert.

Lehmwand mit rundem Wagenrad-Fenster
Wand aus eingesetzten Flaschen und Holzscheiben
Lehm mischen, mit den Füßen
Vegan.Bullerbyn
Lebenshof Vegan.Bullerbyn — Rehau

Ein offener Raum zum Ausprobieren

Mitmachen? veganbullerbyn.de
Die Beete von oben
Das Market Gardening

Gemüse auf kleiner Fläche, biozyklisch-vegan angebaut.

Eine Paca Digestora wird verdichtet
Die Paca

Eigene Erde, aus unseren eigenen Resten.

Der Schriftzug Lehmlab, in Lehm modelliert
Der Lehm

Vom Problem zum Baustoff — und zum Bildungsangebot. Instagram @lehmlab